Strom und gleichzeitig Geld sparen

In Zeiten hoher Strompreise ist es nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll, den Stromverbrauch in Haushalt und Büro zu reduzieren. Dabei fallen nicht nur Geräte ins Gewicht, die in eingeschaltetem Zustand viel Strom verbrauchen. Auch im Standby-Zustand verbrauchen Geräte Strom. In diesem Zustand ist der Stromverbrauch des Geräts zwar relativ gering, aber weil sich das Gerät rund um die Uhr mitunter ein paar Watt gönnt, kann sich auch dieser Stromverbrauch zu einem finanziell bemerkbaren Sümmchen addieren.

Geräten mit hohem oder dauerndem Stromverbrauch auf die Spur zu kommen ist nicht schwer, dafür gibt es im Elektrohandel Stromverbrauchsmessgeräte. Diese werden in die Steckdose gesteckt und haben ihrerseits eine integrierte Steckdose. Der von einem daran angeschlossenen Gerät verbrauchte Strom wird dann genau angezeigt. Mit einem solchen Gerät bewaffnet kann man dann durch die Wohnung bzw. das Büro ziehen und mitunter erstaunliche Erkenntnisse gewinnen. So verbrauchen moderne Geräte z.B. mitunter überraschend wenig Strom im Standby. Ältere Geräte hingegen verbrauchen dann z.T. mehrere Watt.

Weithin unbekannt dürfte sein, dass viele PC's auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen. Bei modernen Geräten fällt dies zwar  mit ca.  1 W kaum ins Gewicht, ältere Geräte haben aber mit z.T. deutlich über 5 W einen durchaus nennenswerten Verbrauch. Ältere PC's haben darüber hinaus mitunter die blöde Eigenschaft ebenfalls im ausgeschalteten Zustand in kurzen Intervallen für wenige Sekunden bis zu 30 Watt und mehr zu ziehen.

steckerleiste

Besonders einfach diesen versteckten Stromverbrauch zu stoppen ist es, wenn z.B. mehrere Computer und Zubehörgeräte an eine Mehrfachsteckdose angeschlossen sind: Notebooknetzteil, ein Desktop-PC mit Monitor, ein Drucker, ein Scanner, ein Telefonfax. Schließt man nun das Stromverbrauchsmessgerät vor die Mehrfachsteckdose, reibt man sich schon mal verwundert die Augen. Bis zu 10 Watt im Standby sind durchaus nicht selten. 365 Tage, 24 Stunden, das macht 87 600 kWh im Jahr. Für nichts.

Abhilfe ist einfach: Diejenigen Geräte, die zwingend auf einen ständigen Stromanschluss angewiesen sind, wie z.B. ein Telefon, Fax, mancher moderner Drucker oder ähnliches, werden an eine normale Mehrfachsteckdose angeschlossen. Alle anderen Geräte schließt man mit eine Mehrfachsteckdose an, die mit einem Schalter ganz vom Stromnetz getrennt werden kann. Wenn man konsequent nach diesem Prinzip vorgeht, lassen sich mit verschwindend geringem Aufwand und auf einen Schlag fünf bis zehn Prozent des bisherigen Stromverbrauchs und somit auch der Stromrechnung einsparen.

Für die grundsätzliche Orientierung kann gelten: PC's, die schon ein paar Jährchen alt sind, verbrauchen im Durchschnitt schnell 80 W und mehr. Moderne Rechner liegen bei durchschnittlich etwa 40 W, was in etwa auch dem Stromverbrauch eines modernen leistungsstarken Notebooks entspricht. Eine moderne externe 2,5'' Festplatte schlägt mit ca. 5 W zu Buche, diese sollten also auch nur bei Bedarf angeschlossen und angeschaltet werden.

Auch beim Surfen im Internet kann man Strom sparen. Eine einzige Suchmaschinenanfrage verbraucht in den Rechenzentren des Anbieters (z.B. google) etwa soviel Strom, wie eine 40 W Glühbirne in sechs Minuten verbraucht. Besser ist es also, sich die Mühe zu machen und eine bekannte Internetadresse im Browser direkt ins Adressfeld einzutippen. Für öfters besuchte Seiten lohnt es sich Lesezeichen zu setzen.

Darüber hinaus kann man auch den Stromverbrauch einiger Geräte im Betriebszustand optimieren. Es gibt z.B. Waschmaschinen mit einem Energiesparmodus, in dem sie langsamer und damit sparsamer aufheizen. Und man kann fast alles auch mit etwas niedrigerer Temperatur waschen, als gemeinhin üblich. Gerade auch bei Rechnern lässt sich über mehrere mögliche Energiespareinstellungen effektiv Strom sparen. Die Frankfurter Rundschau gibt in einem Artikel einige Ratschläge, wie sich der Stromverbrauch von Computern reduzieren lässt. Dem wäre noch anzumerken, dass die Zeitspanne für einen Wechsel in den Standbymodus bzw. Ruhezustand für die meisten AnwenderInnen durchaus kürzer eingestellt werden kann, als im Artikel angegeben.

Richtige PC-Einstellungen helfen beim Stromsparen  (Frankfurter Rundschau, 19.5.2011)
"Der Computer ist ein Stromfresser. Mit ein paar Tricks lassen sich aber einige Kilowattstunden sparen."

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